NEWSLETTER No: 201

Van: Richard Bayerl
Onderwerp: Clara Newsletter Nr.:201

Hallo liebe Clarafans,

nach einer Woche sammeln der Fundfakten von mir und von Zusendungen der anderen Aktiven kann ich euch heute ein Bild davon geben was vor einer Woche auf den großen Halden so los war.

Viele aus D waren angereist. Einige aus Holland und der Schweiz.

Vom Wetter hatten wir echt großes Glück. Kein Regen, sogar Sonne. Nur halt die claraübliche Schlammpackung gab es wieder.

Die Halden waren insgesamt von Volumen her nicht so üppig wie früher. Doch was heißt das schon. Es kommt auf die inneren Werte an.

Es gab visuell gesehen 3 Haufwerke auf dem Firmengelände der Sachtleben.

Einen größeren linken  mit "Mischhaufwerk", einen  kleineren rechten mit Barytmaterial und einen noch  kleineren, aber feinen mit Diagonaltrummaterial (auch auf der rechten Seite), welches schon gut über 8-9 Jahre nicht mehr gekommen war.

Funde im Diagonaltrummaterial

Bleiglanzeinschlüsse von cm bis über 15 cm in Quarz/Fluoritmatrix;

Sekundärmineralien: Cerussit, Anglesit, 'Bindheimit', einige Stüfchen mit Linariten und Pyromorphit/Mimetesiten.

Funde im Mischhaufwerk

Zweierlei Arten:

Stinkspat/Sellait/Rotgestein-Paragenese:

Teils sehr reichhaltige echte Sellaite, sonnenartig ausgebildet.

Schöne Magnesite oder auch die Pseudomorphosen von Limonit nach Magnesit.

Gute bis sehr gute Funde von Uranophan/Sklodowskit.

Eine "museale" Handstufe war eines der Highlights dieses Wochenendes.

Es wurde freundlicherweise von Markus Noller und seiner Analysentechnik als Sklodowskit bestimmt:

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Public-Science-Projekte/UV-Spektroskopie%20an%20Uranyl-Silikaten

Neben EDX und Raman eine gute Alternative zur Unterscheidung der gleich aussehenden Mineralien Uranophan und Sklodowskit.

Ein ähnlich guter Fund kurze Zeit vor den Halden Open wurde so auch als Sklodowskit bestimmt.

Auch einige nette grüne bis gelbliche Kristalle der Zeunerit/Torbernit-Reihe wurden  im Stinkspatmaterial gefunden.

Neben dem stinkspathöfigen Material wurde auch Material des Rotgesteins gefunden.

In dessen Auslaugungshohlräumen wurde eine interessante Paragenes gefunden, welche man visuell in die Reihe der Ca-Al-F oder Al-Hydroxide einorden kann. Gearksut, Doyleit wäre da zum Beispiel die Kandidaten. Die Untersuchungen werden es zeigen um was es sich dann handelt.

Arsenkiesparagenese:

Baryt/Fluoritische Matrix.

Reichlich Arsenkies mit Kupferkies und weniger Fahlerz. Zum Teil auch Polybasit-Tac dabei.

Zum einen wurden in diesen Brocken reichlich hochglänzende Nadeln der Silber-Wismut-Sulfosalzreihe gefunden, welche in die Richtung Berryit/Matildit/Gustavit. gehen.

Es kamen auch vereinzelt die typisch oktaedrischen und auf Kupferkies epitakisch aufgewachsenen Matildite heraus.

Zum anderen auch die mehr wolframatdominierende Paragenese mit Raspit/Stolzit.

In Verwitterungszonen derer wurden schön Gruppen von Connellit und Langit gefunden.

Im Barythaufwerk wurden etwas Chrysokoll/Silber und nette Belege von Klinoklas gefunden.

Weiteres ist mir sonst nicht bekannt geworden.

Ich denke aber dass auch etliches an anderen "Standardmineralien" (Olivenit, Cornwallit, Barios,...) gefunden worden sind.

Über weitere Ergänzungen würde ich mich freuen.

Anbei einige Bilder vom Samstag und den aufbereiteten Funden.

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Viel Spass euch allen und bis spätestens zum Teil 2 der Halden Open am 7. und 8. August.

Glück Auf

Euer Richard